Schulleitung

Begrüßung

Ob Sie beim Surfen zufällig auf unserer Homepage gelandet sind, gezielt unsere Seite gesucht haben, ein ganz neuer Gast oder ein altbekannter User sind, ich heiße Sie alle als Schulleiter des Gymnasiums Balingen herzlich willkommen auf unserer neuen Homepage. Ich lade Sie ein, unsere Schule über die Homepage näher kennen zu lernen.

files/gym/gym/bilder/Schulinfo/Schulleitung/begruessung.jpgWir gehören mit über 1150 Schülern und 100 Kollegen zu den drei größten allgemein bildenden Gymnasien (AG) im Regierungspräsidium Tübingen und sind das einzige AG am Ort. Unsere Größe ist unsere Stärke: Bildung, Entwicklung und Leistung braucht Vielfalt. Über unser vielfältiges Angebot bieten wir Chancen zu einem individuellen Lern- und Entwicklungsprozess: individuelles Förderkonzept in Klasse 5, Profilwahl in Klasse 8 (NWT, Latein, Spanisch, Sport),Balinger Profil (z.B. Zertifizierungsmöglichkeiten, Mentorenausbildung), Bilingualer-Zug, vielfältiges Kursangebot in der Oberstufe, AG-Angebote, Kreativtage, Förderkurse und –maßnahmen, Wettbewerbe, Talentförderungen und Veranstaltungen ermöglichen es uns, auf die unterschiedlichsten Begabungen und Kompetenzen einzugehen und den individuellen Unterschied als Quelle geistigen Reichtums zu berücksichtigen. Wir bejahen und respektieren damit die Unterschiedlichkeit von Menschen. Aber wir legen nicht nur Wert auf Vielfalt, sondern auch auf Verantwortung: Wie Sie unserem Leitbild entnehmen können, sollen unsere Schüler im Kleinen wie im Großen lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Wenn Sie unsere Schule näher kennen lernen wollen, dann schauen Sie sich auf der Homepage um.

Eine virtuelle Begegnung ersetzt natürlich nicht die reale: Wenn Sie mehr über unsere lebendige Schule erfahren wollen, wenn Sie Fragen haben, dann besuchen Sie uns oder nehmen Sie per Mail Kontakt mit uns auf.

Herzliche Grüße

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Thomas Jerg
OSD, Schulleiter
So erreichen Sie mich: info@gymnasium-balingen.de

 

Zuständigkeiten am Gymnasium Balingen

Geschäftsverteilungspläne Abteilungsleiter

Bildung

Wie man "Bildung" heute definiert, darauf wird man sich nur schwer einigen können. Wir können in unserer pluralistisch ausgerichteten Gesellschaft wohl keinen Konsens mehr darüber erzielen. Dies ist angesichts der definitorischen Leere und der völligen Abwesenheit eines inhaltlich gefüllten Bildungsbegriffs in der derzeitigen bildungspolitischen Diskussion auch zweitrangig: Es geht in erster Linie darum, überhaupt den Versuch zu unternehmen, den Begriff wieder inhaltlich zu füllen und eine transparente Diskussion dazu zu führen. Der Kompetenzbegriff eröffnet eine neue, interessante Sichtweise für das Unterrichten, kann den Begriff der BIldung aber nicht ersetzen.

Diese Seite will nicht mehr, als Zitate und Material zum Bildungsbegriff zusammentragen und damit zum Nachdenken anregen. Es ist eine ganz persönliche Auswahl von mir und stellt keine offizielle Schulphilosophie oder die Meinung des Kollegiums dar.

Schon allein der Begriff "allgemeinbildendes Gymnasium", die Beschreibung unserer Schulart, sollte ein solches Nachdenken aber herausfordern.

Viel Spaß beim Lesen und Stöbern.

 

  • Geschichte des Bildungssystems

    Das deutsche Bildungssystem, wie wir es heute kennen, ist das Ergebnis einer jahrhundertelangen Entwicklung. Die Einführung der Schulpflicht war nur eins von vielen wichtigen Ereignissen. Im Verlauf der Zeit haben sich die Ziele und Formen von Bildung verändert – neue Bildungsideale gaben immer wieder Anlass, die Lehr-Lern-Praxis neu zu überdenken
    http://www.bpb.de/

  • Der wahre Zweck des Menschen - nicht der, welchen die wechselnde Neigung, sondern welchen die ewig unveränderliche Vernunft ihm vorschreibt - ist die höchste und proportionierlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen (W. von Humboldt, Ideen zu einem Versuch ...).
  • Welch ein großes Thema, zu zeigen, dass man, um zu seyn, was man seyn soll, weder Jude, noch Araber, noch Grieche, noch Wilder, noch Märtrer, noch Wallfahrter seyn müsse; sondern eben der aufgeklärte, unterrichtete, feine, vernünftige, gebildete, Tugendhafte, geniessende Mensch, den Gott auf der Stuffe unsrer Cultur fodert. (Herder, Journal meiner Reise im Jahr 1769)
  • Eifer, nicht blos Akademisch todter Erklärungen, sondern lebendiger, lebendiger Känntniße; das erweckt die Seele. Das gibt Lust zu lernen und zu leben ... das bildet auf Zeitlebens. (Herder, s.o.)
  • ... denn der künstliche Instinkt, der ihm (dem Säugling) angebildet werden soll, ist Vernunft, Humanität, menschliche Lebensweise, die kein Tier hat und lernet. (Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit)
  • ... so ist der Mensch im Irrtum und in der Wahrheit, im Fallen und Wiederaufstehen Mensch, zwar ein schwaches Kind, aber doch ein Freigeborner; wenn noch nicht vernünftig, so doch einer bessern Vernunft fähig; wenn noch nicht zur Humanität gebildet, so doch zu ihr bildbar. (Herder, s.o.)
  • Bloss weil beides, sein Denken und sein Handeln nicht anders, als nur vermöge eines Dritten, nur vermöge des Vorstellens und des Bearbeitens von etwas möglich ist, dessen eigentlich unterscheidendes Merkmal es ist, NichtMensch, d.i. Welt zu seyn, sucht er, soviel Welt, als möglich zu ergreifen, und so eng, als er nur kann, mit sich zu verbinden. Die letzte Aufgabe unseres Daseyns: dem Begriff der Menscheit in unsrer Person, sowohl während der Zeit unsres Lebens, als auch noch über dasselbe hinaus, durch die Spuren des lebendigen Wirkens, die wir zurücklasssen, eine so grossen Inhalt, als möglich, zu verschaffen, diese Aufgabe löst sich allein durch die Verknüpfung unsres Ichs mit der Welt zu der allgemeinsten, regesten und freiesten Wechselwirkung. (W. von Humboldt, Theorie der Bildung des Menschen)
  • Bildung ist in erster Linie immer ein Können und eine Lebensform, kein bloßes Sich-Auskennen in Bildungsbeständen. Wilhelm von Humboldt hat Recht. Für ihn ist der Gebildete derjenige, der "soviel Welt, als möglich zu ergreifen, und so eng, als er nur kann, mit sich zu verbinden" sucht. Daher verbindet sich der Begriff der Bildung auch mit dem Begriff der Orientierung....
    In der modernen Gesellschaft wächst der Abstand zwischen einem Verfügungswissen und einem Orientierungswissen; sie wird orientierungsschwach. Zugleich wachsen mit wachsender Komplexität Strukturen der Unüberschaubarkeit (der gesellschaftlichen Wirklichkeit), der Anonymität (von Entwicklungen) und der Subjektlosigkeit (in Verantwortungszusammenhängen). Verfügungswissen ist ein Wissen um Ursachen, Wirkungen und Mittel, Orientierungswissen ist ein Wissen um begründete Zwecke und Ziele. Jenes, das Verfügungswissen, nimmt zu, dieses, das Orientierungswissen, nimmt ab (J. Mittelstraß,Bildung und Humanität).
  • Dieser Gedanke, dass die Welt mit unterschiedlichen „Lesarten“ zugleich unterschiedlich konstruiert wird, führt nun zu dem mir wesentlich erscheinenden bildungstheoretischen Aspekt. Demnach gehört es zur Bildung, dass sie unterschiedliche Weltzugänge, unterschiedliche Horizonte des Weltverstehens eröffnet. Dabei ist entscheidend, dass diese unterschiedlichen Weltzugänge nicht wechselseitig substituierbar sind (keiner kann den anderen ersetzen) und auch nicht nach Geltungshierarchien zu ordnen sind (keiner hat Vorrang gegenüber dem andern). Weder kann Religion an die Stelle von Naturwissenschaft treten, noch Politik an die Stelle von Kunst. Und keine dieser fachlichen Perspektiven ist bedeutsamer als die andere, sondern immer nur von anderer Bedeutung. Jürgen Baumert und das Klieme-Gutachten veranschlagen vier solcher „Modi der Weltbegegnung“...
    Entscheidend für Bildungsprozesse ist die Möglichkeit des Perspektivenwechsels statt eines Perspektivenmonopols. Nicht mehrere Wirklichkeiten werden damit postuliert, wohl aber die Notwendigkeit einer mehrdimensionalen Betrachtung der einen Wirklichkeit. Keine andere Welt erscheint in den unterschiedlichen Fächern der Schule, aber jeweils diese eine Welt als eine andere. (B. Dressler, Fachdidaktiken im Umbruch, 2006)
  • Modi der Weltbegenung (Baumert, Bildungsstandards, Studierfähigkeit und Anforerdungen an die gymnasiale Oberstufe)

    allgemeinbildung
  • "Alle Schulen aber, deren sich nicht ein einzelner Stand, sondern die ganze Nation, oder der Staat für diese annimmt, müssen nur allgemeine Menschenbildung bezwecken. Was das Bedürfniss des Lebens oder eines einzelnen seiner Gewerbe erheischt, muss abgesondert, und nach vollendetem allgemeinen Unterricht erworben werden. Wird beides vermischt, so wird die Bildung unrein, und man erhält weder vollständige Menschen, noch vollständige Bürger einzelner Klassen. Denn beide Bildungen — die allgemeine und die specielle — werden durch verschiedene Grundsätze geleitet. Durch die allgemeine sollen die Kräfte, d.h. der Mensch selbst gestärkt, geläutert und geregelt werden; durch die specielle soll er nur Fertigkeiten zur Anwendung erhalten."
    W. v. Humboldt (1809) Unmassgebliche Gedanken über den Plan zur Einrichtung des Litauischen Schulwesens
  • ...sieht man leicht, dass bei der inneren Organsiation  der höheren wissenschaftliche Anstalten Alles darauf beruht, das Princip zu erhalten, die Wissenschaft als etwas noch nicht ganz Gefundenes und nie ganz Aufzufindendes zu betrachten, und unablässig sie als solche zu suchen. ... Denn nur die Wissenschaft, die aus dem Innern stammt und in's Innere gepflanzt werden kann, bildet auch den Charakter um, ... (W. von Humboldt, Über die innere und äußere Organisation ...)
  • Der Nutzen ist das große Idol der Zeit dem alle Kräfte fronen und alle Talente huldigen sollen (Schiller, Über die ästhetische Erziehung ...)
  • Bildung führt nicht zu kontemplativer Passivität, sondern nötigt immer zu kommunikativen Leistungen, führt zur vita activa. (R. Koselleck, Bildungsbürgertum ..., 1990)
  • Geselligkeit ist das wahre Element für alle Bildung, die den ganzen Menschen zum Ziel hat. (Schlegel, Über die Philosophie, 1799)
  • Dass also ein Leben geführt werden müsse, und nicht nur ertragen oder erlitten werden darf, das zeichnet den Stil aus, der von "Bildung" - reflexiv oder kummikativ - geprägt wurde (Koselleck, s.o.).
  • Wie die zahlreichste Bibliothek, wenn ungeordnet, nicht so viel Nutzen schafft als eine sehr mäßige, aber wohlgeordnete; ebenso ist die größte Menge von Kenntnissen, wenn nicht eigenes Denken sie durchgearbeitet hat, viel weniger wert als eine weit geringere, die aber vielfältig durchdacht worden (Schpenhauer, Parerga).
  • Übrigens ist mir alles verhasst, was mich bloß belehrt, ohne meine Tätigkeit zu vermehren oder unmittelbar zu beleben (Briefe an Schiller,19. Dezember1798).
  • Das Halbverstandene und Halberfahrene ist nicht die Vorstufe der Bildung sondern ihr Todfeind: Bildungselemente, die ins Bewusstsein geraten, ohne in dessen Kontinuität einegschmolzen zu werden, verwandeln sich in böse Giftstoffe ... Der Halbgebildete betreibt Selbsterhaltung ohne Selbst. (Th. W. Adorno, Theorie der Halbbildung)
  • Während Halbbildung noch kritisch auf die Idee von Bildung bezogen werden konnte, verliert diese nun jede Legitimität. ... Nicht Halbbildung ist das Problem unserer Epoche, sondern die Abwesenheit jeder normativen Idee von Bildung, an der sich so etwas wie Halbbildung noch ablesen ließe. ... Unbildung meint dabei nicht die schlichte Abwesenheit von Wissen, auch nicht eine bestimmte Form von Unkultiviertheit, sondern den mitunter durchaus intensiven Umgang mit Wissen jenseits jeder Idee von Bildung. ... Was die Bildungsreformer aller Richtungen eint, ist ihr Haß auf die traditionelle Idee von Bildung. Daß Menschen ein zweckfreies, zusammenhängendes, inhaltlich an den Taditionen der großen Kulturen ausgeichtetes Wissen aufweisen können, das sie nicht nur befähigt, einen Charakter zu bilden, sondern ihnen auch ein Moment von Freiheit gegenüber den Diktaten des Zeitgeistes gewährt, ist ihnen offenbar ein Greuel. Gebildete nämlich wären alles andere als jene reibungslos funktionierenden flexiblen, mobilen und teamfähigen Klons, die manche gern als Resultat von Bildung sähen. ... Unbildung heute ist deshalb ... der Verzicht darauf, überhaupt verstehen zu wollen. (K. Paul Liessmann, Theorie der Unbildung, 2006).
  • Gebildet ist, wen es interessiert, wie die Welt aus anderen Augen aussieht, und wer gelernt hat, das eigene Blickfeld auf diese Weise zu erweitern. ... Der Gebildete weiß, daß er nur "auch einer" ist. Er nimmt sich nicht sehr ernst und nicht sehr wichtig. Aber da er sein Selbstbewertgefühl nicht aus dem Vergleich mit anderen bezieht, hat er ein ausgeprägtes Gefühl für seinen eigenen Wert. ...
    Das Wissen des gebildeten Menschen ist strukturiert. Was er weiß, hängt miteinander zusammen.
    Der gebildete Mensch zeichnet sich aus durch Genußfähigkeit und Konsumdistanz. ... Wer sich wirklich freuen kann an dem, was die Wirklichkeit ihm darbietet, braucht nicht viel davon. ...
    Dergebildete Mensch weiß, daß Bildung nicht das Wichtigste ist. (Robert Spaemann, Wer ist ein gebildeter Mensch, Stgt, 2001)
  • Eine Ausbildung durchlaufen wir mit dem Ziel etwas zu können. wenn wir uns dagegen bilden, arbeiten wir daran, etwas zu werden. ... Bildung beginnt mit Neugierde.
    Man kann nicht mehr geblufft und überrumpelt werden, Schwätzer, Gurus und anmaßende Journalisten haben keine Chance. Das ist das höchste Gut und sein Name ist: gedankliche Unbestechlichkeit.
    Bildung ist ...subversiv, was Weltanschauung angeht. Sie bringt die Relativität einer jeden Lebensform zu Bewusstsein. ... heißt gebildet sein: Wissen um die Vielfalt, Respekt vor dem Fremden, Zurücknahme von anfänglicher Überheblichkeit. ... Wenn ich in diesem Sinne gebildet bin, habe ich ... das Bedürfnis nach wachem Reisen, um meine innere Grenzen zu erweitern. ... Der Gebildete ist einer, der ein möglichst breites und tiefes Verständnis der vielen Möglicheiten hat, ein menschliches Leben zu leben.
    Ausbildung ist stets an einem Nutzen orientiert: Man erwirbt ein Know-how, um etwas zu erreichen. Dagegen ist die Bildung ... ein Wert an sich, wie die Liebe. ... Niemand der die Dichte solcher Augenblicke kennt, wird Bildung mit Ausbildung verwechseln und davon faseln, dass es bei Bildung darum gehe, "fit für die Zukunft" zu machen. (Peter Bieri, Wie wäre es gebildet zu sein, in Göppel, Bildung ist mehr, Heidelberg, 2008)
  • Interessante Links zum Thema "Bildung":
    Evangelische Kirche: Wissen-Werte-Handeln. Welches Orientierungswissen gehört zur Bildung?
  • Hannah Arendt, Die Krise der Erziehung (1958)
  • Der Zugang aller zur Bildung als Forderung demokratischer Gerechtigkeit kann doch nicht dadurch erfüllt werden, daß man sie abschafft, indem sie zur Handelsware erklärt wird. Als Ware hat Bildung nichts mehr mit Selbstbestimmung zu tun, nichts mit Urteilskraft, schon gar nichts mehr mit der Fähigkeit, verantwortlich zu werten und zu handeln. Sie wird zum Gegenteil dessen, was ihre Dignität ausmacht. Sie instrumentalisiert den Menschen, statt ihn in seiner Selbständigkeit zu fördern, ihm zu helfen, eine unabhängige Persönlichkeit zu werden. Bildung als Ware beseitigt den Anspruch von Verantwortung, einer Verantwortung, die durch den Zuwachs an Wissen nicht geringer geworden ist. (Marian Heitger, Der Tod der Bildung: http://diepresse.com/home/diverse/zeichen/276888/)

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Seite im Aufbau

 

 

Elternbriefe

Liebe Eltern,

in Absprache mit dem Elternbeirat im SJ 2011 wurde die Tradition des Elternbriefes von 2012 bis 2015 eingestellt, Wir haben stattdessen als erste Informationsquelle auf unsere Homepage verwiesen . Die Homepage versuchen wir auch weiterhin zeitnah so aktuell wie möglich zu halten. Ebenso bieten wir für Sie einen RSS-Dienst an.
Seit Dezember nehmen wir zwei Mal im Jahr die Tradition des Elternbriefes wieder auf.

 

Hier können Sie den je aktuellen wie auch ältere Elternbriefe abrufen.

 


Hier können sie ältere Elternbriefe der Schulleitung des Gymnasiums Balingen online abrufen:

OSD Thomas Jerg

OSD Werner Jessen

G8 / G9 am Gymnasium Balingen

 

Link: G9-Modellschulen im Kultusportal Baden-Württemberg

 

Link: Studie: Achtjähriges Gymnasium schränkt Freizeit kaum ein

 

Link: Kultusministerium, Trautwein

 

Link: Studie: Konsequenzen der G8-Reform

 

 

Erklärung

Das Gymnasium Balingen hat sich auf der GLK vom 23.5.12 und der Schulkonferenz vom 25.5.12 jeweils mit deutlicher Mehrheit gegen eine Beteiligung an der zweiten Runde des Schulversuches zu G9 für das Schuljahr 2013/14 entschieden. Es will sich also nicht dafür bewerben.

Begründung:

Die Entscheidung ist keine grundsätzliche Entscheidung gegen die Sinnhaftigkeit von G9. Aus unserer Sicht passt der Zeitpunkt des Schulversuches nicht zur momentanen Situation unserer inneren Schulentwicklung. Wir haben in den letzten Jahren viele neue Projekte und Entwicklungen initiiert, die Kraft, Zeit und Konzentration benötigen, um sie erfolgreich zu konsolidieren. Dazu gehören v. a. der Ausbau des Balinger Profils (Verwendung der Poolstunden), die Einführung des vierten Profilfaches Sport und die neue bilinguale Englischklasse, die im Moment erst in Klasse 6 angekommen ist, also noch hochwachsen muss.

Mit einer breiten Diskussion und daraus folgenden Maßnahmen wurde an unserem Gymnasium bereits bei Einführung von G8 alle Anstrengungen unternommen, wenigstens den Druck in der Unterstufe herauszunehmen (z.B. in Klasse 5 nur ein Nachmittag Unterricht, durchgängig Doppelstunden, 15.30 Uhr Unterrichtsschluss). Auch die sehr guten Rahmenbedingungen (neue Mensa und Mediothek) tragen zu einer Entspannung bei.

Vielen Eltern war bisher - bedingt durch eine undifferenzierte Darstellung in der Presse - unklar, dass das jetzige G9-Angebot nicht dem alten G9 entspricht: Es ist ein G9 auf der Grundlage der G8-Bildungspläne. Außerdem gibt es kein von der Regierung vorgegebenes Modell, sondern die Schulen haben die Möglichkeit zwischen einem Einschubmodell (zusätzliche Klasse entweder in der Unter-, Mittel- oder Oberstufe) oder einem Stretchmodell (der G8-Bildungsplan wird auf 6 Jahre gestreckt: Klasse 5 bis Klasse 11) zu entscheiden.

Im Moment wollen wir alle unsere gute und erfolgreiche Arbeit in G8 fortführen und wo nötig, weiter an der Optimierung von G8 arbeiten (z. B. 11. Poolstunde zur Förderung ab dem Schuljahr 2012/13).

Sollten sich die beiden Regierungsparteien darauf einigen, dass aus den 44 Versuchsschulen eine Regel wird, sind wir gerne bereit die Diskussion erneut aufzunehmen.

Alle an G9 interessierten Eltern verweisen wir auf das Gymnasium Ebingen, das bereits zum Schuljahr 2012/13 am Schulversuch G9 beteiligt ist.

Thomas Jerg
Schulleiter, OSD

Schulentwicklung

Schuljahr 2013/14

Seit dem Schuljahr (13/14) wurde eine wichtige strukturelle Änderung im Bereich der schulischen Gremien vollzogen: Die Koordinierungsgruppe (Steuerungsgruppe) und die Struktursitzungen der Abteilungsleiter zur Planung wichtiger Vorhaben wurden zu e i n e r Gruppe zusammengeführt, der Schulentwicklungsgruppe. Dieses Gremium bereitet die wesentlichen Schulentwicklungsthemen für die Information und Abstimmung in der GLK und der Schulkonferenz vor.

Schuljahr 2014/15

In diesem Schuljahr stehen folgende Schulentwicklungsthemen auf der Agenda:

  • Verlebendigung des Leitbildes der Schule
  • Prioritätenliste der Schulentwicklungsthemen und Werte der Schule (Wofür das Gymnasium Balingen steht)
  • Lehrergesundheit: Folgeuntersuchung zur COPSOQ-Umfrage
  • Nachbearbeitung der Fremdevaluation (April 2014): Zielvereinbarungen mit dem RP, Maßnahmen für die nächsten Jahre
  • Umsetzung des neuen Geschäftsverteilungsplanes für Abteilungsleiter
  • Vertretungskonzept
  • Schulleben: Wir-Gefühl stärken (Umsetzung der Ideen aus dem Runden Tisch)

Schuljahr 2015/16

In diesem Schuljahr stehen folgende Schulentwicklungsthemen auf der Agenda:

  • Umsetzung der Zielvereinbarungen mit dem Regierungspräsidium bzgl. der Fremdevaluation (u.a. Binnendifferenzierung, Steigerung der Akzeptanz und Effizienz der Konferenzen)
  • Implementierung des neuen Bildungsplan 2016
  • Auswertung der COPSOQ II - Studie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen
  • Aufbau eines Fortbildungsmanagements über 2 Jahre
  • Evaluation des Balinger Profils in Teilen
  • GFS-Standards
  • Propädeutik (neues Konzept)
  • Ausweitung der Schulentwicklungsgruppe mit Schülern und Eltern
  • klassenbezogene Projekte (Hausaufgaben in Klasse 5, Selbstorganisiertes Lernen in Klasse 5 und 6)
  • pädagogisches Konzept (Aufgabenteilung bei Klassenlehrer und Stellvertreter, pädagogische Konferenzen)
  • Umsetzung von Lernstand 5 und Vera 8

Thomas Jerg, Schulleiter